Fliegen

Fliegen in der Natur und mit der Natur

Segelfliegen ist die ursprünglichste Form in die Luft zu kommen. Ein Segelflugzeug nutzt die warmen thermischen Aufwinde gleichsam einem kreisenden Bussard, der sich in die Höhe kurbelt. Je besser der Segelflieger diese Naturkräfte versteht, je feinfühliger er sie nutzt – umso höher und weiter kann er fliegen. 

Es ist ein besonderes Erlebnis und Ehre im Segelflugzeug gemeinsam mit einem Greifvogel im selben Thermikaufwind zu kreisen. Mal flieg der Vogel zu uns in den Thermikbart – mal kurven wir in seine Thermikkreise vorsichtig mit ein. Der Vogel ist, mit seiner Sensorik und Wendigkeit, fliegerisch klar überlegen und kurbelt uns Segelflieger einfach und dabei „grinsend“ im Thermikbart aus…..

Moderne Segelflugzeuge sind Leistungssportgeräte. Sie sind aus hochfesten Kohlefaser- und Glasfaserverbundstoffen hergestellt. Die Cockpits neuerer Flugzeuge sind mit modernster Technik ausgestattet: Höhenmesser, Variometer, Funkgerät und Fahrtmesser gehören zur Standardausrüstung. Zur Unterstützung der Piloten werden häufig leistungsfähige GPS-Navigationsrechner und Kollisionswarngeräte eingesetzt.

Die Renchtäler Piloten und Pilotinnen betreiben den Segelflugsport in nahezu allen Facetten.
Von der Ausbildung über Trainings- und Streckenflüge bis hin zu Wettbewerbs- und Kunstflügen.
Zusätzlich ermöglicht der eigenstartfähige Motorsegler unvergessliche Reiseflüge und ergänzt die Flugausbildung.

Erlebnissport 

Jeder Streckenflug bietet neue Ziele und unvergessliche Eindrücke. Je nach Wetter können stundenlange Distanzen von hunderten Kilometern zurückgelegt werden.
Ein Pilot setzt sich immer wieder neue Ziele.

Leistungssport

Im sportlichen Wettkampf können Piloten und Pilotinnen ihre Leistung messen. Das kann in zentralen nationalen und internationalen Meisterschaften oder auch dezentralen Online-contests über die ganze Flugsaison erfolgen.

Gemeinschaftssport

Segelfliegen ist Teamsport. Eine Bodenmannschaft am Flugplatz mit Flugleiter, Windenfahrer und Helfer ermöglicht einen sicheren Flugbetrieb. Fliegen im Doppelsitzer oder in Formation mit mehreren Flugzeugen steigert den Spaß.
Das Teilen der Erfahrungen und Erlebnissen ist ebenso wichtig wie das gemütliche Beisammensein nach dem Flugbetrieb. 

Verantwortungsvoller Luftsport

Sicherheit ist oberstes Gebot. Ein verantwortlicher Pilot  (PIC pilot in command) fliegt so, dass er weder sich noch andere gefährdet. Beim Fliegen verarbeitet der Pilot sehr viele Informationen aus Wetter, Instrumenten, Flugbeschränkungen und trifft permanent Entscheidungen. Bei dieser hohe Konzentration und Fokussierung treten in die Alltagssorgen in den Hintergrund.

Was ist mit den ganzen Vorurteilen?

Kosten: 

  • Fluglehrer / Bodenpersonal arbeiten ehrenamtlich und somit quasi kostenlos
  • Jugendliche erhalten Ermäßigung durch Ausbildungspauschale
  • Zweistufige Flatrate, in optionaler zweiter Stufe unbegrenztes Fliegen möglich
  • Segelflugzeuge, deren Wartung, Versicherung etc.  stellt der Verein
  • Geringe Fluggebühren: Je nach Segelflugzeug ab wenigen Euro je Stunde
  • Kostengünstige Fahrgemeinschaften nach Musbach

Sicherheit:

  • Sicherheit ist oberstes Gebot   Motto:  safety first
  • Tägliche Vorflugkontrolle des Flugzeuges, Startcheck vor jedem Start und Landecheck vor jeder Landung
  • Pilot trägt zusätzlich immer einen Rettungsfallschirm 
  • Jahresnachprüfung der Flugzeuge durch Prüfer  (ähnlich TÜV bei Pkw)
  • Statistisch gesehen sicherer als z.B. Autofahren

 Zeitaufwand/Spaß:

  • Segelfliegen ist wie jedes Hobby mehr oder weniger zeitintensiv
  • Der Flugschüler ist meist einen Tag am Wochenende aktiv 
  • Der Flugschüler kann sich seine Zeitplanung individuell gestalten 
  • Der  Scheininhaber fliegt regelmäßig oder auch nur gelegentlich
  • Gegenwert sind unvergessliche Flugeindrücke und viel, viel Spaß
  • Segelfluggelände mit Spielplatz bietet auch für Familie guten Freizeitwert

 Musbach:

  • Segelfluggelände liegt nahe Freudenstadt
  • Fahrgemeinschaften unter den Piloten sparen Fahrtkosten
  • Jugendliche ohne Einkommen fahren gratis in Fahrgemeinschaften mit
  • Musbach liegt bezogen auf die Thermik ganz hervorragend am Schwarzwald
  • Musbach ermöglicht lange und tolle Thermikflüge

 Offenburg:

  • Flugplatz Offenburg liegt gut erreichbar für die Renchtäler Piloten
  • In Offenburg ist meist der Motorsegler SUPER DIMONA in Halle stationiert
  • Der Motorsegler ist eigenstartfähig und erlaubt lange Reiseflüge
  • Eigenstarts sind werktags flexibel und problemlos möglich

 Umwelt:

  • Segelflugzeuge sind motorlose Gleitflugzeuge ohne Lärm
  • Der Segelflieger fliegt in und mit der Natur – gleichsam wie ein Bussard
  • Pilot erkennt und nutzt die urgewaltigen Naturkräfte
  • Nur der Windenstart oder Flugzeugschlepp (Segler wird mit Motorflugzeug in die Luft geschleppt) verursachen wenig Lärm
  • Der Motorsegler Super Dimona ist sehr leise, sein Motorlärm geht meist im Alltagslärm des Straßenverkehrs unter
  • Segelfluggelände sind naturbelassene Wiesengelände ohne intensive Bewirtschaftung

 Natur:

  • Segelflieger nutzen oft mit Vögeln die gleiche Thermik
  • Vögel fliegen zu kreisenden Seglern hin und umgekehrt – ganz harmonisch
  • Segelfluggelände sind oft naturbelassene Wiesengelände ohne Intensivbewirtschaftung
  • Segelflugplätze sind grüne Oasen  und Naherholungsgebiete

 Ausbildung:

  • Jeder Flugschüler wird intensiv und individuell praktisch ausgebildet
  • Zeitsparende Kompaktkurse möglich
  • Schulungsbeginn jederzeit möglich
  • Praktische Schulung im Doppelsitzer mit Doppelsteuer – ähnlich Fahrschule
  • Theorieschulung vereinsintern in den Wintermonaten – ähnlich Fahrschule

 Voraussetzungen:

  • Mindestalter für Flugschüler oder Flugschülerinnen ist 14 Jahre
  • Keine spezielle Vorbildung nötig
  • Fliegerärztliche Tauglichkeit erforderlich, d.h. Kreislauf, Herz, Augen i.O.
  • Probefliegen durch Schnupperflug in jedem Verein möglich

 Mitglieder:

  • Mitglied können Jungen und Mädchen jeden Alters werden
  • Auch Erwachsene jeden Alters können Fliegen lernen
  • Gefragt sind Teamgeist, Engagement und Kameradschaft
  • Tolle Kameradschaft und Kontaktmöglichkeiten unter den Piloten

 Pilotenschein:

  • Der Pilot muss immer eine Mindestflugleistung (Starts/Stunden) vorweisen
  • Alle fünf Jahre ist eine fliegerärztliche Untersuchung erforderlich 
  • Fluglehrer und Vereinsausbildungsleiter überwachen Übungsstand der Piloten
  • Zu Saisonbeginn im Frühjahr absolvieren die Piloten einen Checkflug mit Fluglehrer

 Thermikflug:

  • Es gibt keine Luftlöcher – sondern Turbulenzen
  • In Turbulenzen (Auf- und Abwinde) steigt oder sinkt der Segler
  • Pilot fliegt in Thermik, das sind durch die Sonne verursachte warme Aufwinde 
  • Die Thermik steigt in Form eines Schlauches bis zu den Wolken hoch
  • Zu starker Wind stört eher die Thermikbildung  
  • Im Thermikschlauch kreist der Segler und schraubt sich in die Höhe 
  • Thermik und Wellenaufwinde ermöglichen stundenlange Flüge

 Flugdauer:

  • Eine Platzrunde in der Ausbildung dauert nur wenige Minuten,
  • Vorrangig werden Starts und Landungen sowie besondere Flugsituationen intensiv geübt
  • Thermikflug und Streckenflug dauern oft mehrere Stunden
  • Der Weltrekord liegt bei 3.008 Kilometer am Stück, geflogen in 12 Stunden (Klaus Ohlmann)

 Außenlandung:

  • Eine Außenlandung ist keine Notlandung
  • Findet der Pilot keine Thermik mehr, kann er noch die Flughöhe abgleiten und dann sicher landen
  • Ist kein Flugplatz in Reichweite, so landet der Pilot nach eingeübtem Verfahren auf einem geeigneten Außenlandefeld
  • Als Außenlandefelder sind z.B. abgeerntete Wiesen oder Äcker geeignet
  • Außenlandung ist eine konsequent kontrollierte und geübte Landung